Blue Flower

Wanderführer: Hermann Stadel  l

Die letzte Tagestour des SC 1900 Donaueschingen zum Abschluss der Wandersaison 2018 führte in den Hegau. Eine 18-köpfige Wanderschar startete bei trübem, aber trockenem Novemberwetter am Parkplatz Tiefental südlich von Weiterdingen.

Etwas unterhalb bogen wir am Waldrand links ab und wanderten immer mäßig ansteigend an der Ostflanke des Hohenstoffeln entlang und erreichten schließlich ein Jagdhaus, wo eine Gedenktafel an Ludwig Finkh erinnert, der sich in den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts für den Stopp des Basaltabbaus eingesetzt hatte. Weiter führte unser Weg durch diesen gewaltigen Basaltbruch mit seinen beeindruckenden Gesteinsformationen zum schön gelegenen Stofflerhof oberhalb von Binningen. In westlicher Richtung hätte man hier bei guter Sicht einen weiten Blick hinüber zum Randen, leider war es heute aber leicht neblig. Danach ging es wieder in den Wald hinein und kurz darauf folgten wir einem unmarkierten Pfad, der teils recht steil zu einem Sattel hinauf führte, an dem sich ein Kreuz mit Ruhebänken befindet. Einige stiegen von hier noch auf den Nordgipfel des Hohenstoffeln (842 m ü.M.) hinauf. Auf markiertem Weg wanderten wir zum Wegpunkt „Eiche“ hinunter und erreichten später den an der Südseite des Berges gelegenen Sennhof mit schöner Aussicht zum Hohentwiel. Auf breitem Forstweg marschierten wir zum Parkplatz Tiefental und auf dem Sträßchen zum Hofgut Homboll. In der Straußenwirtschaft „Homboller Besenstüble“ waren für unsere Einkehr die Plätze reserviert. Hier ließen wir uns die deftigen Speisen und die guten Getränke schmecken! Auf Feldwegen – mit Blick zum Hegaukreuz und Mägdeberg - wanderten wir dann beschwingt zu unseren Autos zurück. Auf dieser rund 3,5-stündigen Herbstwanderung freuten wir uns über die noch schöne Laubfärbung und genossen trotz Hochnebel diesen Tag.

Daten zur Tour: Wegstrecke 10 km, reine Gehzeit ca. 3,5 Stunden.

 

Zusatzinformation: Ludwig Finkh (1876 – 1964) war ein Schriftsteller, der im Hegau seine dichterische Heimat hatte und z.B. die Hegauberge als „des Herrgotts Kegelspiel“ bezeichnete. Zudem setzte er sich seinerzeit als Naturschützer für den Stopp des Basaltabbaus am Hohenstoffeln ein.