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Wanderführer: Uwe Tschan

 

Die am vergangenen Wochenende wegen regnerischem Wetter ausgefallene Wanderung des SC 1900 Donaueschingen mit Uwe wurde an diesem Samstag nachgeholt. Mit ihm waren 12 Wanderfreunde im Schwarzwald unterwegs. Wir starteten bei idealem Wanderwetter am Parkplatz bei der Linachtalsperre. Nach einem kurzen Stück an der Straße entlang ging es nach rechts in den Anstieg zum Kesselberg. Zunächst wanderten wir auf normalem Weg, die zweite Hälfte dann auf einem wenig begangenen Weg durch hohes Gras.

Weiter führte der Weg abwechselnd befestigt und direkt über Waldboden am Sommerberg vorbei über die Oberlinacher Höhe zu unserem Vesperplatz kurz vor dem oberen Ende des Linachtals. Dort entspringt auch die Linach, was wir aber nicht sehen konnten, da die Quelle unzugänglich im hohen Gras verborgen liegt. Nach der wohlverdienten Rast wechselten wir die Talseite. Auf dem Wasserweltensteig und über die Michelshöhe ging es wieder zurück Richtung Stausee. In der Ferne war ständig das Grummeln eines Gewitters zu hören. Unten am Stausee hat uns der zum Glück leichte Regen doch noch eingeholt, Regenkleidung war jedoch nicht erforderlich. Am Stausee entlang und über die Staumauer führte der Weg zurück zum Parkplatz.

Daten zur Tour: Wegstrecke ca. 17 km, reine Gehzeit ca. 5 Stunden.

Zusatzinformationen (Quelle Wikipedia):

Die Linachtalsperre  ist eine 25 Meter hohe und 143 Meter lange Talsperre (Pfeilerstaumauer) aus Beton. Sie ist die einzige Gewölbereihenstaumauer in Deutschland und steht unter Denkmalschutz. Aus Kostengründen wurde diese materialsparende Bauweise gewählt. Weitere Beispiele für das Konstruktionsprinzip einer solchen Staumauer in „aufgelöster Bauweise“ gibt es unter anderem in Belgien, Italien, Frankreich, der Schweiz und in den USA. In Deutschland gibt es nur noch eine andere Pfeilerstaumauer: die Oleftalsperre. Diese wurde allerdings in Pfeilerzellenbauweise gebaut. Das ist ein etwas anderes Konstruktions-Prinzip als die Linachtalsperre. Erbaut wurde die Talsperre von 1922 bis 1925 durch die Stadt Vöhrenbach  zur Stromgewinnung mittels Wasserkraftwerk. 1969 wurde der Kraftwerksbetrieb eingestellt. Da man die Abrisskosten scheute, blieb die Anlage erhalten. 1988 wurde aus Sicherheitsgründen das Wasser abgelassen. Seitdem diente das Tal vorwiegend als Naherholungsgebiet. Nach einer Sanierung wurde 2007 das Wasser wieder aufgestaut.