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Wanderführer: Rolf Wieder

Der SC 1900 hatte am Sonntag, den 18.Juni zu einer Wanderung ins Hexenlochgebiet eingeladen. 20 interessierte Wanderfreunde trafen sich um 9:00 Uhr am Parkplatz der Volksbank Donaueschingen zur gemeinsamen Fahrt zum Parkplatz bei der Hexenlochmühle.

Der Weg führte zunächst ein Stück auf der Kreisstraße K5752, danach ging es auf einem Forstweg im ständigem bergauf entlang des Bregenbaches am Rappenfelsen vorbei zur Lochmühle. Hier folgte ein schöner Waldweg zum Kirnershof. Diese Strecke ist auch ein Teil des Themenweges „Schwarzwald im Wandel der Zeit Im freien Feld ging es weiter bergauf mit herrlichen Rundblicken in den Schwarzwald. Am „Oberen Fallengund“ fand die Wandergruppe einen idealen Platz für die Mittagsrast. Danach ging es in südlicher Richtung am Langengrund vorbei, wo unzählige rote und weiße Fingerhutstauden bewundert wurden, zum „Balzer Herrgott“. Letztlich folgt der Abstieg wieder zur Hexenlochmühle, wo eine Einkehr vorgesehen war.

 

Daten zur Tour: Die Strecke war ca. 12 km lang, die Gehzeit betrug ca. 4 Std.

 

Zur Historie Balzer Herrgott gibt es verschiedene Aussagen: Wahrscheinlich ist aber die mündliche Überlieferung, die auf Aussagen Pius Kerns aus Wildgutach (1859–1940) aus den 1930er Jahren zurückgeht, und die 1993 durch Oskar Fahrländer weitergegeben wurde: Danach stammt der Balzer Herrgott vom Hofkreuz des Königenhofs im Wagnerstal. Dieser Hof wurde am 24. Februar 1844 (man liest stellenweise – fälschlicherweise – auch die Jahreszahl 1700) durch eine Lawine zerstört, wobei die Arme und Beine der Christusfigur abgebrochen sein müssen. Nach der Überlieferung trugen junge Burschen den Torso heimlich in den Wald zum heutigen Ort, wo er zunächst eine Zeit lang in der Nähe der noch jungen Buche auf dem Waldboden lag. Um die Jahrhundertwende befestigten ihn dann zwei Gütenbacher Uhrmachergesellen an dem Baum. Dieser Ort soll früher ein Balzplatz der Auerhähne gewesen sein. Daher der Name Balzer Herrgott.