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Rundtour Unterhölzer Wald

An Sonntag, 19.04.2026, wanderte eine 14-köpfige Gruppe des SC 1900 bei idealem Wetter im Naturschutzgebiet Unterhölzer Wald, der als ehemaliger Tierpark auch ein Jagdgebiet der Fürsten zu Fürstenberg war. In diesem großen Mischwald gibt es unterschiedliche Arten von Laub- und Nadelbäumen. Wir starteten am Torhäusle auf der Pfohrener Allee in Richtung Jägerhaus Unterhölzer. Weil dieses in Privatbesitz ist, muss man es auf einem Pfad u-förmig umrunden. Das war allerdings kein Nachteil, denn dort gab es ausgedehnte Flächen mit frisch-grünem Bärlauch! Nach Querung der Wartenbergallee kamen wir auf die Baldinger Allee. Von allen drei Alleen sahen wir aus verschiedenen Blickrichtungen auf das Jägerhaus. Beim Abzweig in Richtung Karlseichen, dem mit 736 m höchsten Punkt des Naturschutzgebiets, ging es rechts abwärts mit Blick auf riesige, fast 300 Jahre alte Eichen bis zur Autobahn. Auf dem parallel verlaufenden Wegstück störte uns leider der Verkehrslärm. Als wir später rechts abbogen, blickten wir Richtung Geisingen, zum Rossberg und oben am Hörnekapf zur Hubertushütte. Auf einem angenehmen Waldweg im Mauchental sahen wir alte Buchen, andere mit Moos bedeckte Bäume und Totholz. Am Wegrand liegt noch der Stamm der ehemals mächtigen Max-Eiche, die 2025 umgefallen war. Früher erinnerte eine Tafel an Prinz Max zu Fürstenberg. Hier kamen wir zu einer ausgedehnten Lichtung. Auf dieser so genannten Königswiese gab es in früherer Zeit Fuchsjagden mit Königen und dem Kaiser, die Gäste des Fürstenhauses waren. Nachdem wir abermals die Wartenbergallee gequert hatten, marschierten wir auf dem breiten Wiesenstreifen mit dem Namen Talgraben weiter. Später bogen wir rechts ab, wieder in das Waldgebiet hinein, wo ein großes Rudel Damwild den Weg querte. Auf dieser Strecke gibt es hohe Kiefern und einen Bestand mit sehr alten Eichen. Bald hatten wir den Ausgangspunkt unserer Runde durch dieses herrliche Gebiet erreicht. Zum Abschluss kehrten wir noch im Café Reiter ein und ließen so den schönen Tag ausklingen.

Daten zur Tour: Wanderführer Hermann Stadel, Wegstrecke ca. 9 km, Gehzeit ca. 2,5 Stunden.

 

 

Buchempfehlung: Bebildertes Buch von Wolf Hockenjos: „Unterhölzer – Liebeserklärung an einen alten Wald“