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Wanderführer: Bruno Obergfell

 

Das Landschaftsschutzgebiet Sulzbachtal gilt als eines der schönsten Hochtäler des Schwarzwaldes. Viele reizvolle Aus- und Weitblicke sind auf dieser Wandertour zu entdecken. Historische Gebäude wie die „Mooswaldmühle“ oder das „Kapfhäusle“ vervollkommnen die Bilderbuch-Landschaft.

Zu dieser ParadiesTour startete eine 20-köpfige Wanderschar des SC 1900 am Parkplatz Passhöhe Fohrenbühl an der L 108 (Nähe Gasthaus Adler). Nach einem ersten Anstieg erreichten wir auf der Höhe des Mooswaldkopfs das so genannte „Gedächtnishaus“. Hier und auch auf weiteren Streckenabschnitten verläuft die ehemalige Grenze zwischen Baden und Württemberg, erkennbar auch an zahlreichen alten Grenzsteinen. Auf teilweise steilem Weg ging die Tour weiter bergab Richtung Hohenreutewald und vorbei am Mooserhof. Wir passierten den sehenswerten Bruckhof und überquerten die K 5528; weiter am Gasthaus „Neue Brücke“ vorbei in Richtung Kienbronn. Von der Hochfläche  hatten wir eine wunderbare Rundum-Sicht. Nach links wanderten wir nun zum Weiher in Kienbronn, stiegen nach links an und gelangten zu einem schönen Rastplatz, gerade richtig für unsere Mittagspause. Auf schönen Wald- und Waldrandwegen marschierten wir unterhalb des Kahlenbergs und querten kurz vor dem ehemaligen Gasthaus „Hasen“ die Talmulde des Rotwassers und kamen zum Wanderparkplatz „Rotwasser“. Hier überquerten wir abermals die

K 5528 und folgten einem Pfad, der schon bald zu einem Holzsteg über die Feuchtwiese führt. Nach einem kurzen steilen Wegstück erreichten wir das malerische  Kapfhäusle, ein ehemaliges Leibgedinghaus, das den Altbauern des Hofes als Wohnhaus diente. Auf dem Weg zum Mooswald mussten wir immer wieder zurückblicken, denn hier ist ein großer Teil des Sulzbachtals mit den zahlreichen Schwarzwaldhöfen zu sehen. Es war sogar die ungefähr 50 km entfernte südliche Schwäbische Alb erkennbar. Am Mooswald wanderten wir durch eine Hohlgasse etwa 200 m steil ansteigend zum Kohlplatz. Von hier führte der Weg nach links weiter bergauf  zum „Gedächtnishaus“, wo wir uns auf der Terrasse bei der Schlusseinkehr diverse Getränke und auch ein Stück Kuchen schmecken ließen. Einige von uns bestiegen noch den Turm mit seiner umfassenden Rundsicht. Danach erreichten wir nach kurzem Abstieg wieder den Ausgangspunkt  dieser herrlichen Wanderung, die bei bestem Wetter und wegen der ausgezeichneten Streckenführung für uns alle zu einem  tollen Erlebnis wurde.

 

Daten zur Tour: Wegstrecke ca. 11 km,  Auf- und Abstiege rd. 300 Höhenmeter, reine Gehzeit etwa 4 Stunden.

 

Zusatzinformation: Das Gedächtnishaus Fohrenbühl entstand an der Stelle der ehemaligen „Turmhütte“ auf dem Mooswaldkopf, die 1923 zu einem „Gedächtnishaus der Gefallenen des Weltkriegs 1914-1918 vom Württ.  Schwarzwaldverein“ umgebaut wurde.